Neuss

Hafenbecken NEUSS © Melanie Stegemann
Quirinusmuenster NEUSS © Melanie Stegemann
Markt mit Rathaus © Melanie Stegemann
Tourist Information Neuss © Melanie Stegemann

Neuss – eine jung(geblieben)e Stadt mit Geschichte

In Neuss treffen Tradition und Moderne aufeinander: Die Ursprünge der heutigen Industrie- und Handelsstadt liegen bereits in römischer Zeit. 16 v. Chr. errichteten römische Legionäre das Lager „Novaesium“ an der Erftmündung in den Rhein. Aus der nördlich gelegenen Zivilsiedlung entwickelte sich – nicht zuletzt begünstigt durch die Lage am Rhein – im Laufe der Jahrhunderte eine moderne Handels- und Hafenstadt, die heute knapp 160.000 Einwohnern zählt. Sichtbare Zeugnisse der Stadtgeschichte sind das Quirinusmünster, Wahrzeichen der Stadt am Rhein, das Obertor als letztes von ehemals sechs gewaltigen Torburgen der mittelalterlichen Stadtbefestigung und das Epanchoir, ein raffiniertes Staubecken mit Schleusenwerk aus napoleonischer Zeit. Ein breitgefächertes Kultur-, Freizeit- und Bildungsangebot, ein reges Vereinsleben, Traditionsbewusstsein und die rheinische Lebensart machen Neuss zu einer lebens- und erlebenswerten Großstadt.

Kontakt

Tourist Information Neuss
Büchel 6, Rathausarkaden
41460 Neuss

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9-14 Uhr und 14.30-18 Uhr
Sa 9-14 Uhr

02131 / 4037 795

Regionales und Spezialitäten

Brauhaus IM DOM

Der charmante Stil des einzigen Brauhauses (von 1601) in Neuss

… und die gutbürgerliche Küche mit rheinischen Spezialitäten laden jeden Radfahrer zu einer willkommenen Rast ein. Echte Braukunst und handwerkliches Können werden hier großgeschrieben. Die obergärige Bierspezialität Dom’s Alt wird nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 aus vier erstklassigen Rohstoffen hergestellt: Braugerste, Wasser, Naturhopfen und Hefe. Fest steht: Ein Bier braucht Heimat. Das bedeutet, dass die für die Herstellung von Dom’s Alt verwendete Braugerste ausschließlich regionaler Herkunft ist. Wohl bekomm’s!

Brauhaus IM DOM

Brauhaus IM DOM © Stephan Wieland

Dammer Hof

Hausgemachte Qualität und eigene Erzeugnisse mit Persönlichkeit

– dafür steht der Dammer Hof im Neusser Süden. Der Dammer Hof ist seit 1926 ein Familienbetrieb und wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Der kleine Hofladen mit Metzgerei und Patisserie bietet leckere Spezialitäten. Blumensträuße für jeden Anlass und Dekorationen für Haus und Garten gibt es in der hofeigenen Floristikabteilung. Beliebt seit Kurzem: der vollautomatische Verkaufsautomat, der Produkte aus Metzgerei und Hofladen gekühlt bereithält und rund um die Uhr zugänglich ist.

Dammer Hof

Dammer Hof © Heidrun Dupont

Eggenhof

Regionalität wird hier großgeschrieben!

Im Bauernlädchen gibt es ganzjährig frisches Obst und Gemüse, schlachtfrisches Geflügel und Kaninchen, süße Kreationen wie Marmeladen und Kuchen, Eier, Wurst und Aufschnitt, Weine und Liköre – alles Produkte aus eigenem Anbau oder von Betrieben aus der Region.

Eggenhof

Eggenhof © Steffi Lorbeer

Gewürzmühle Engels

Ein Traditionsbetrieb seit 100 Jahren und in dritter Generation geführt.

Den Besucher erwartet hier ein Rausch aus Düften und Farben, der kulinarischen Genuss verspricht – und hält: In der Gewürzmühle Engels gibt es feinste Zutaten für Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Dazu zählen hunderte Naturgewürze, Gewürzmischungen, Feinkost, Trockenfrüchte, Müslis und Teesorten.

Gewürzmühle Engels

Gewürzmühle Engels © Manja Freistühler

Kleine Konditorei Wegel

Genussfreunde süßer Leckereien sind hier an der richtigen Adresse!

Kuchen und Torten, aber auch typisches Neusser Gebäck wie der „Knappkuchen“ (Pilgertaler) oder „Neusser Törtchen“ werden vom kreativen Konditormeister nach alten Familienrezepten stets frisch gebacken. Zum gleichen Familienbetrieb gehört das Café zum Tulpenfeld im Rittergut Birkhof – ein attraktives Ziel für eine erholsame Pause auf einer Radtour durch den südlichen Niederrhein.

Kleine Konditorei Wegel

Kleine Konditorei Wegel © Dana Maille

Meine Eisliebe

Quark-Sesam-Caramel, Mascarpone-Heidelbeere oder Bottermelk-Ananas

Ausgefallene Kreationen, aber auch klassische Eissorten verwöhnen Gaumen und Gemüt süßer Schleckermäuler. Rund 15 Sorten stehen täglich zur Auswahl, auch laktosefrei und vegan, mit oder ohne Topping, aber immer hausgemacht aus eigener Herstellung und mit natürlichen Zutaten.

Meine Eisliebe

Meine Eisliebe © Steffi Lorbeer

Highlights

Barfußpfad im Hochzeitshain

Seit 2003 bietet der Neusser Barfußpfad inmitten der Erftauen Erholung für Körper und Geist. Auf 17 Erlebnisfeldern werden verschiedene Materialien mit bloßen Füßen erlebt.

Dort, wo Brautpaare einen Baum zur Erinnerung an ihren großen Tag pflanzen, bietet seit 2003 der Neusser Barfußpfad Erholung für Körper und Geist. Den Boden unter den Füßen spüren, Unebenheiten und Strukturveränderungen fühlen – auf insgesamt 400 m können 17 verschiedene Untergründe von Marmor über verschiedenste Kiesel und Muscheln bis hin zu Sand und Rindenmulch mit bloßen Füßen erlebt werden.
Aber auch die ausgedehnten Wiesenflächen der Erftaue laden zum Verweilen ein. Entlang des Erftverlaufs sind der Selikumer Park und der Kinderbauernhof bequem zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine Einstiegsstelle für Kanuten, die ihr sportliches Können demonstrieren.

Barfußpfad im Hochzeitshain

Berghäuschensweg
41468 Neuss

Barfußpfad im Hochzeitshain © Rolf D. Lüpertz

Botanischer Garten

Der denkmalgeschützte Botanische Garten wurde 1914 als Schulgarten angelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er erneuert und stetig erweitert. Auf etwa 1 ha finden sich zahlreiche botanische Besonderheiten.

Der Botanische Garten wurde 1914 nach Plänen des Neusser Gartenbaudirektors Franz Kellermann zur Förderung des naturkundlichen Unterrichts an den Schulen angelegt. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde er u.a. auf dem Gelände des benachbarten Sportplatzes neu angelegt und konnte 1961 eingeweiht werden. Seit dem Jahr 2000 wird der Botanische Garten auf Betreiben des Fördervereins sukzessive erweitert. 2017 folgte die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Neuss. Heute umfasst der Botanische Garten neben zahlreichen botanischen Besonderheiten auch einen Schul-und Kräutergarten. Im Sommer finden hier u.a. Konzerte statt.

Botanischer Garten

Bergheimer Str. 67
41464 Neuss

Botanischer Garten © Melanie Stegemann

Bronzemodell am Kehlturm

Das Modell zeigt den historischen Hafen der Stadt Neuss, bis heute einer ihrer wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. 1475 erhielt Neuss zwar die Hanseprivilegien, war aber nie Mitglied der Städtehanse.

Das Modell – unmittelbar gelegen an den Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung – zeigt das historische Neuss von der Hafenseite her. Der Hafen war und ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt. Bis ins 17. Jahrhundert wurde hier vor allem Wein umgeschlagen. 1475 erhielt die Stadt Neuss die Privilegien einer Hansestadt, Mitglied der Städthanse war sie trotz ihrer weitverzweigten Handelsbeziehungen jedoch nie.
Oberhalb des Hafens schließt sich der städtische Markt mit dem Rathaus an. Die Fassade des Rathauses ziert das seit dem 16. Jahrhundert gebräuchliche Stadtwappen. Es vereinigt das alte Wappen (silbernes Kreuz auf rotem Grund) mit dem kaiserlichen Wappen (goldener Doppeladler und Kaiserkrone), das die Stadt seit der erfolgreichen Abwehr der Belagerung durch Karl den Kühnen 1474/75 führen darf.

Bronzemodell am Kehlturm

Hessentordamm
41460 Neuss

Bronzemodell am Kehlturm © Steffi Lorbeer

Clemens Sels Museum Neuss

Das Clemens Sels Museum Neuss zeichnet sich durch die Vielfalt seiner Sammlungen aus, die ein breites kunsthistorisches Spektrum abbilden, aber auch Einblicke in die Stadtgeschichte geben.

Das Clemens Sels Museum Neuss ist ein modernes Mehrspartenhaus mit dem Schwerpunkt Kunst. Insbesondere seine Sammlung zum Symbolismus wird international hoch geschätzt. Darüber hinaus machen die hochkarätigen Werke der Alten Kunst, der Präraffaeliten, des Rheinischen Expressionismus, der Kunst der Naiven sowie der Farbmalerei den Bestand des Hauses einzigartig. Die übrigen Bereiche des Museums geben Einblicke in die historische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Neuss von der Römerzeit bis heute. Hier finden sich Fundstücke und Rekonstruktionen des römischen Militärlagers „Novaesium“, das um 16 v. Chr. entstand und den Ursprung der heutigen Stadt Neuss bildet. Das Museum unterhält mit dem Feldhaus, Museum für angewandte Druckgrafik, auch eine Dependance in der Nähe des Museums Insel Hombroich.

Clemens Sels Museum Neuss

Am Obertor
41460 Neuss

Clemens Sels Museum © Melanie-Stegemann

Epanchoir

Das Epanchoir ist das bedeutendste technische Bodendenkmal am Niederrhein. Diese Wasserkreuzung war Teil des unter Napoleon angelegten Nordkanals, der jedoch nie vollendet wurde.

Das Epanchoir ist ein Relikt der französischen Herrschaft am linken Rheinufer Anfang des 19. Jahrhunderts und Ausdruck höchster Ingenieurskunst. Es handelt sich um eine Wasserkreuzung zur Regulierung des Wasserflusses zwischen der Obererft und dem unter Napoleon angelegten Nordkanal, die hier aufeinander stoßen. Mit dem „Grand Canal du Nord“ wollte Napoleon – beginnend an der Erftmündung in Neuss – eine Verbindung zwischen Rhein, Maas und Schelde schaffen, um die niederländischen Seestädte zu umgehen. Das 1809 begonnene Projekt wurde jedoch nie vollendet. Nach nur zwei Jahren wurde der Bau bereits 1811 wieder eingestellt.
Das Epanchoir wurde zwischen 2014 und 2017 aufwendig restauriert und ist das bedeutendste technische Bodendenkmal am Niederrhein.

Epanchoir

Selikumer Str. / Ecke Nordkanalallee
41464 Neuss

Epanchoir © Melanie-Stegemann

Kunst im öffentlichen Raum

Das Kunstwerk „Marie Curie“ von Carola Eggeling entstand 2019 im Zuge der Neugestaltung des Jostensbusches. Es ist eine der vielen Skulpturen, die in Neuss im öffentlichen Raum aufgestellt sind.

Das Kunstwerk „Marie Curie“ der Neusser Künstlerin Carola Eggeling entstand 2019 in unmittelbarer Nähe zur gleichnamigen Europaschule. Es ist Teil des durch den Initiativkreis Nordstadt angestoßenen Skulpturenpfads im Nordpark.
Wer sich im Neusser Stadtgebiet bewegt, trifft immer wieder auf Kunst im Park, auf öffentlichen Plätzen oder im Straßenraum. Die überaus große Anzahl der im öffentlichen Raum vorhandenden Skulpturen, Mahnmale, Denkmäler und Erinnerungstafeln zeugen von großer Wertschätzung, die Kunst und Künstlern in der Stadt Neuss entgegengebracht wird. Hervorzuheben sind hier v.a. die Werke von Josef Neuhaus, Anatol, Bert Gerresheim, Elmar Hillebrand, Michael Franke, Marga Grove-Markovic, Dieter Patt und Ulrich Rückriem.

Kunst im öffentlichen Raum

Jostensbusch
41462 Neuss

Kunst im öffentlichen Raum © Ulla-Born

Langen Foundation

Das Gebäude von Tadao Ando beherbergt die Sammlung Viktor und Marianne Langen, die Klassische Moderne und traditionelle japanische Kunst vereint. Auch internationale Künstler präsentieren sich in wechselnden Ausstellungen.

Seit der Eröffnung 2004 bietet die Langen Foundation dem Publikum die Möglichkeit, Kunst, Architektur und Landschaft in einem Zusammenklang zu erleben. Das von der Sammlerin Marianne Langen initiierte und gestiftete Ausstellungshaus liegt auf der ehemaligen NATO-Basis inmitten der niederrheinischen Landschaft und wurde von dem japanischen Architekten Tadao Ando entworfen.
Grundstein der Langen Foundation ist die Sammlung Viktor und Marianne Langen. Ihre Sammlung japanischer Kunst zählt zu den bedeutendsten Sammlungen außerhalb Japans und vermag von der Vielfalt japanischen Kunstschaffens vom 12. bis zum 19. Jahrhundert vermitteln. Monografisch oder thematisch angelegte Wechselausstellungen, die sich der Gegenwartskunst widmen, ergänzen den Ausstellungsreigen.

Langen Foundation

Raketenstation Hombroich 1
41472 Neuss

LANGEN FOUNDATION © Bildarchiv Foto Marburg, Tomas Riehle

Museum Insel Hombroich

„Kunst parallel zur Natur“ ist das Motto des Museums Insel Hombroich. In einer renaturierten Auenlandschaft erleben Besucher Ausstellungsstücke der europäischen Moderne und des frühen Asiens.

Das 1987 eröffente Museum Insel Hombroich ist ein Ensemble aus Kunst, Architektur und Natur. Eingebettet in eine naturnah gestaltete Landschaft stehen zehn vom Bildhauer Erwin Heerich entwickelte Pavillons, die zugleich begehbare Skulpturen und Ausstellungsräume sind. Zur Sammlung gehören Werke von Rembrandt, Hans Arp, Alexander Calder, Lovis Corinth, Jean Fautrier, Gotthard Graubner, Yves Klein, Henri Matisse, Francis Picabia, Kurt Schwitters sowie Khmer-Skulpturen und archäologische Stücke. Der Düsseldorfer Sammler und Museumsgründer Karl-Heinrich Müller schuf so eine Grundlage für ein Gesamtkunstwerk im Sinne der Idee des französischen Impressionisten Paul Cézanne von „Kunst parallel zur Natur“. Auf dem Gelände befindet sich auch das Atelier des verstorbenen Künstlers Anatol, dessen Skulpturen an vielen Orten im Rhein-Kreis präsent sind.

Museum Insel Hombroich

Minkel 2
41472 Neuss

Museum Insel Hombroich © VG Bild Kunst Bonn, Ivo Faber

Obertor

Das Obertor mit seiner Kapelle ist das letzte erhaltene Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Aufgrund seiner exponierten Lage war es das repräsentativste der sechs Stadttore.

Wegen seiner Lage an der ehemaligen Römerstraße von Köln über Krefeld nach Xanten war es das mächtigste und repräsentativste der insgesamt sechs Stadttore. Es sollte die Wehrhaftigkeit und das Selbstbewusstsein der Stadt demonstrieren. Im Zusammenhang mit den zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, denen Neuss im Laufe der Jahrhunderte ausgesetzt war, wurde es immer wieder schwer beschädigt. Während der Belagerung durch den Burgunderherzog Karl den Kühnen 1474/75 war die kleine Obertorkapelle Ziel zahlreicher Bittprozessionen. Heute ist im Obertor die stadtgeschichtliche Sammlung des benachbarten Clemens Sels Museums untergebracht.

Obertor

Am Obertor
41460 Neuss

Obertor © Melanie Stegemann

Quirinusmünster

Das Quirinusmünster aus dem 13. Jahrhundert ist das Wahrzeichen der Stadt Neuss. Es beherbergt die Gebeine des Heiligen Quirinus, um den sich seit 1050 ein reges Pilgerwesen entwickelte.

Das zwischen 1209 und etwa 1250 errichtete Quirinusmünster ist das Wahrzeichen der Stadt Neuss. Bereits im 4. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle eine erste kleine Kirche am Rande eines spätrömischen Gräberfeldes. Im 9. Jahrhundert wurde hier ein Benediktinerinnenkloster gegründet, das später in ein Stift umgewandelt wurde. Im Zusammenhang mit der Überführung der Gebeine des Heiligen Quirinus nach Neuss durch die Äbtissin Gepa entwickelte sich Neuss ab 1050 zu einem Zentrum des rheinischen Pilgerwesens im Mittelalter. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche ihre prominente Kuppel mit dem Standbild des Heiligen Quirinus, die seither die Neusser „Skyline“ prägt. Im Jahr 2009 verlieh Papst Benedikt XVI. der Kirche den päpstlichen Ehrentitel einer Basilica Minor.

Quirinusmünster

Münsterplatz 12
41460 Neuss

Quirinusmünster © Melanie-Stegemann

Rheinisches Schützenmuseum Neuss

Das 2004 gegründete Rheinische Schützenmuseum widmet sich der Darstellung und Dokumentation des Rheinischen Schützenwesens von den Anfängen im Mittelalter bis in die Gegenwart.

Dabei liegt der Schwerpunkt der Ausstellung, die durch Schenkungen und Leihgaben der lokalen Schützenzüge stetig wächst, auf dem Schützenwesen in der Stadt Neuss. Zusammen mit dem angegliederten Joseph-Lange-Schützenarchiv bildet das Rheinische Schützenmuseum aber auch eine einmalige Dokumentation und Forschungstelle für das Schützenwesen im gesamten Rheinland.  Untergebracht ist das Schützenmuseum im Haus Rottels, einem historischen Kaufmannshaus aus dem frühen 19. Jahrhundert. Das mit Stuck verzierten Decken und Kronleuchtern ausgestattete Gebäude vermittelt einen Eindruck von der Zeit, als der Neusser Bürger-Schützenverein von 1823 gegründet wurde.

Rheinisches Schützenmuseum Neuss

Oberstr. 58-60
41460 Neuss

Rheinisches Schützenmuseum Neuss © Rheinisches Schützenmuseum Neuss

Römerbrücke

In der Nähe des um 16 v. Chr. errichteten römischen Militärlagers „Novaesium“ an der Erftmündung in den Rhein befand sich in römischer Zeit eine steinerne Brücke über die Erft.

Sie war etwa 85 m lang und bestand aus 10 steinernen Bögen. Sie diente vor allem dem Truppentransport und dem Handelsverkehr über die befestigte römische Fernstraße von Köln über Krefeld nach Xanten. Sie verlief auch durch den“ vicus Novaesium“, aus dem sich die heutige Stadt Neuss entwickelte.
Südöstlich der ehemaligen Römerbrücke befinden sich mit den Resten eines Kleinkastells und der Rekonstruktion eines Wachturms weitere Überreste der ehemaligen römischen Befestigungsanlagen. Sie waren Bestandteil des niedergermanischen Limes und dienten der Sicherung der römischen Außengrenzen. Unweit der Römerbrücke befinden sich der Pavillion „Fossa Sanguinis“, ein Keller, der weit über Neuss hinaus bekannt ist. Er wurde 1956 bei Ausgrabungen entdeckt und ist nach Voranmeldung zu besichtigen.

Römerbrücke

Grimlinghauserbrücke / Am Römerlager
41468 Neuss

Römerbrücke © Steffi Lorbeer

Rosengarten im Stadtgarten

Der ursprüngliche Rosengarten wurde 1908 angelegt. 1998 wurde er nach historischen Plänen rekonstruiert. Jährlich findet hier die Klassiknacht der Deutschen Kammerakademie Neuss statt.

Der Rosengarten im Stadtgarten wurde 1908 nach Plänen des Neusser Gartenbaudirektors Franz Kellermann angelegt. Einen besonderen Blickfang bildete damals der Heinzelmännchenbrunnen, der jedoch heute nicht mehr existiert. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs geriet er in Vergessenheit. In den 1990er Jahren wurde der Rosengarten auf Initiative des Neusser Verkehrsvereins und mit Hilfe zahlreicher Spenden aus der Bevölkerung nach historischem Vorbild rekonstruiert. Die hier stattfindende Klassiknacht, ein Open-Air-Konzert der Deutschen Kammerakademie Neuss, zieht jährlich Ende Juni viele Neusser, aber auch auswärtige Besucher an.

Rosengarten im Stadtgarten

Nähe Clemens Sels Museum Neuss
41460 Neuss

Rosengarten im Stadtgarten © Melanie Stegemann

Selikumer Park mit Arboretum

Der Selikumer Park umfasst ein tertiäres Arboretum, ein Damwild-Gehege und einen Auenwald. In der Nähe liegt der Kinderbauernhof – ein Lernort für bäuerliches Leben, Naturschutz und Landwirtschaft.

Das Landschaftsschutzgebiet Selikumer Park beinhaltet auf ca. 4,5 ha ein tertiäres Arboretum (lebendes Baummuseum), ein Damwild-Gehege und an den Ufern der Erft einen Auenwald. Das Arboretum wurde 1955 durch Heinrich de Cloer angelegt. Hier wachsen Bäume und Sträucher, die vor 60 bis 2,4 Millionen Jahren im Rheinland heimisch waren. Auf dem Gelände finden sich zudem zwei Bauwerke zur Regulierung der hier beginnenden Obererft: ein Stauwehr aus dem 16. Jahrhundert und das sogenannte Napoleonswehr oder Empellemet, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit dem Nordkanal entstand. In unmittelbarer Nähe liegt der 1978 gegründete Kinderbauernhof der Stadt Neuss. Hier können Kinder zahlreiche Bauernhoftiere erleben. Der Kinderbauernhof ist aber auch ein Lernort, wo Kinder und Erwachsene etwas über bäuerliches Leben, Natur und Naturschutz, die Herkunft und Produktion von Lebensmitteln lernen können.

Selikumer Park mit Arboretum

Linnéplatz 20
41466 Neuss

Selikumer Park mit Arboretum © Steffi Lorbeer
Menü